Hermann Dorpmund (1940 - 2005)
Der VfL Bochum 1848 e. V. trauert um Hermann Dorpmund. Am Mittwoch, dem 16. März, erlag er den Folgen eines Skiunfalls in der Schweiz. Als langjähriger Kulturamtsleiter der Stadt Marl war der 64-jährige Hermann Dorpmund erst seit zwei Jahren im Ruhestand.
Begonnen hatte der studierte Soziologe (Universität Göttingen) bei der Stadt Marl im Bereich der Stadtentwicklung und war 1993 Kulturamtsleiter geworden. Der treue Fußballfan des VfL Bochum sah seine Kulturamtsaufgaben auch sportlich, indem er "die Felder abdeckte, die sonst niemand übernehmen wollte". Besonders engagiert zeigte er sich, der in jungen Jahren sogar dem Augustinerorden beigetreten war, immer für jene, die besondere Unterstützung brauchten, die es schwer hatten, weil ihnen die entsprechende Lobby fehlte. Er engagierte sich in der katholischen Friedensbewegung "Pax Christi" und lernte bei einem Friedensmarsch der Pax-Christi-Jugend seine Frau Uschi kennen.
Sein sportlicher Werdegang beim VfL Bochum begann am 1969 durch seinen Eintritt in die Basketballabteilung. 1971 wurde er Mitglied im Tennis- und Hockeyclub. Bereits 1972 übernahm er in der Basketballabteilung das Amt des 1. Vorsitzenden und behielt es, bis er mit der sich aus der Basketballgemeinschaft herauslösenden Damenabteilung "Blue Basket" im August 1994 sein Hauptaugenmerk auf diesen Bereich richtete. Er war dann auch maßgeblich daran beteiligt die von der Insolvenz bedrohte Damenbasketballerinnen wieder in die Basketballgemeinschaft zurückzuführen und ihnen so die Weiterexistenz zu sichern.
Am 8. März 1993 übernahm er den Vorsitz im Gesamtverein VfL Bochum 1848 von Dr. Werner Priggert. Er brachte eine umfassende Satzungsreform auf den Weg, sicherte den Start der Bochumer KinderSportSchule 1995/96 und setzte sich erfolgreich durch seine Beharrlichkeit und Flexibilität mit der Fußballgemeinschaft des VfL Bochum auseinander, was in der Erneuerung des Vereinsgemeinschaftsvertrages 1998/99 und einem Vertrag über die Nutzung des VfL-Wappens 1999 mündete.
Seit September 2001 übernahm er nach erfolgter Umstrukturierung des Vereins das Amt des Vizepräsidenten.
In Hermann Dorpmund verliert der Verein und auch der gesamte Bochumer Sport einen Menschen, der sich durch eine außerordentliche Großherzigkeit und Freundlichkeit auszeichnete und dem alle Menschen ausnahmslos mit der gleichen Freundlichkeit fast zwangsläufig begegnen mussten.
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