Jürgen Lederbogen (1954 - 2006)
Der VfL Bochum 1848 e. V. trauert um Jürgen Lederbogen. Er verstarb am
Morgen des 20. 12. 2006 im Alter von 52 Jahren.
Der mit Dr. Heidrun Lederbogen verheiratete Vater zweier Töchter
widmete alle seine Kraft -- außer seiner Familie -- dem Turnen, der
Vereinsarbeit beim VfL Bochum und überregionalen Turnorganisationen.
Schon 1967 war er deutscher Schülermeister im Bodenturnen, nahm 1970
mit der Goetheschule an "Jugend trainiert für Olympia" teil und
belegte mit der Turnéquipe des VfL Bochum 1971 einen Podiumsplatz bei
den Deutschen Jugendmeisterschaften in Berlin.
Bereits als 19-Jähriger übernahm er bei den VfL-Turnern Aufgaben als
Übungsleiter und wurde im selben Jahr als bester Bochumer
Nachwuchsturner ausgezeichnet.
Während er noch aktiver Turner in der VfL-Landesligamannschaft war,
übernahm er, der von Kindesbeinen an durch seine Eltern Mitglied beim
VfL Bochum war, bereits 1974 das Amt des Jugendwartes der
Turnabteilung.
1980 wurde er zunächst kommissarisch in das Amt des
Abteilungsvorsitzenden gewählt, das er dann bis zum Jahre 2000
innehatte, danach bekleidete er bis zuletzt das Amt des Sportwarts.
Sehr schnell wusste sich auch der Gesamtverein der Fähigkeiten Jürgen
Lederbogens zu bedienen, denn am 17. 03. 1980 wurde er auf der
Jahreshauptversammlung zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt,
am 14. 03. 1988 zum ersten Stellvertreter. Dies blieb er bis zur
Satzungsreform des Gesamtvereins im Jahre 2001. Den Vorsitzenden des
Gesamtvereins Fritz Buhr, Dr. Werner Priggert, Hermann Dorpmund und
Fritz Hüttebräuker war er ein unverzichtbarer kongenialer Partner und
Mitarbeiter.
Auf überregionaler Ebene war Jürgen Lederbogen seit Mitte der 80er
Jahre bis zu seinem Tode Jugendwart des Emscher-Ruhr-Turngaus, seit
2004 bekleidete er das Amt des Gauoberturnwarts.
1998 übernahm er überdies im Westfälischen Turnerbund das Amt des
Vizepräsidenten mit dem Aufgabenbereich Breitensport.
In Jürgen Lederbogen verliert der VfL Bochum, die Turnabteilung des
VfL, der gesamte Bochumer Sport und das Turnen als solches einen
Menschen, der sich durch Freundlichkeit und außerordentliches
Engagement, ohne jemals wirklich in den Vordergrund treten zu wollen,
auszeichnete und dem alle Menschen ausnahmslos mit Wohlwollen und
Achtung zwangsläufig begegnen mussten.
[FH]
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